Stadtbesetzung: Vom Rücken

Fotografische Intervention von Theresa Kampmeier

Im Rahmen des Projektes "Stadtbesetzung" des Kultursekretariats NRW Gütersloh, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen schmuggelt die Künstlerin Theresa Kampmeier Fotografien in den alltäglichen Stadtraum ein. 

Die Installation "Vom Rücken" der Künstlerin Theresa Kampmeier setzt sich mit der gegenwärtigen Transformation der Sauerländer Landschaft auseinander, die sich durch den Klimawandel ergibt und in Extremwetter-Ereignissen wie dem Sturm Kyrill, langen Dürrejahren und Borkenkäferbefall sichtbar wird.

Etwa 35 Fotografien im Stadtraum der Schmallenberger Kernstadt dokumentieren den aktuellen Zustand des Waldes der Region. Die Fotografien stecken in Fahrplanrahmen für Bushaltestellen, die an Bäumen, Straßenschildern, Bushaltestellen und Straßenlampen der Kernstadt angebracht sind. Auf den Rückseiten der Rahmen können Besuchende und Passant*innen Informationen zu der Ausstellung und einen Link zur Stadtbesetzung finden.

Die Ausstellung schafft Raum, die radikale Veränderung der Landschaft kulturell und öffentlich zu adressieren und zum Umdenken anzuregen. Durch die entfremdete Kombination von Fahrplankästen mit Fotografien aus dem umgebenden, verwüsteten Wald im alltäglichen Stadtraum soll Aufmerksamkeit auf diese menschgemachte Problematik direkt vor unserer Haustür gelenkt werden. Die simple Metapher des im doppelten Sinne verrückten, bisherigen Fahrplans – und der vom Wald in die Stadt verrückten Bilder – hat das Potenzial für einen Perspektivwechsel auf die Art, wie wir uns bisher im Sauerland zu unseren Naturflächen verhalten haben – zwar romantisch und mit Wertschätzung, aber vor allem pragmatisch ökonomisch. Dorthin führt kein Weg mehr zurück. Vielmehr ist es jetzt Zeit, für die Natur und für die Zukunft ein Stück zur Seite zu rücken. Nicht zuletzt verweist die Verbindung des Fahrplans aus dem öffentlichen Personennahverkehr mit Bildern aus dem radikal veränderten Wald auf die Bedeutung dieser klimaschonenden Alternative zum Privatfahrzeug, auf welches in den schlecht angebundenen, ländlichen Stadträumen bisher leider kaum verzichtet werden kann.

 

Ein Projekt vom Kultursekretariat NRW Gütersloh, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Foto: © Theresa Kampmeier / VG Bild-Kunst, Bonn 2022


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57392 Schmallenberg

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